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24. Oktober 2017
FGB startet Projekt „MOPS“

Im August 2017 haben im Hause FGB die Arbeiten am Projekt „MOPS“ begonnen. Dabei entwickeln die Ingenieure des innovativen Sälzer Unternehmens ein maschinell lernendes optisches Prüfsystem. Mit Hilfe des Systems soll eine völlig neuartige, zuverlässige und großindustrietaugliche Qualitätssicherung in der metallbearbeitenden Industrie möglich werden.

 

Das Vorhaben kommt im Rahmen des bayerischen Förderprogramms „Elektronische Systeme“ zur Umsetzung. Das Programm unterstützt Forschungsvorhaben, die Technologien der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz sowie innovative Elektronik, vernetzte Sensorik und maßgeschneiderte Software für autonome, selbstoptimierende Systeme zur Umsetzung bringen.

 

Den Förderbescheid erhielt FGB von Frau Wirtschaftsministerin Ilse Aigner persönlich überreicht im Rahmen eines in Bad Neustadt veranstalteten Kongress zum Thema „Digitalisierung in der Metallverarbeitung. Bad Neustadt soll dabei laut Frau Aigner ein Zentrum für digitale Anwendungen in der zerspanenden Bearbeitung werden. Da sei es gut, wenn sich mittelständische Firmen wie FGB mit Hochschulen zusammentun, um an Zukunftsthemen wie diesem zu arbeiten. Mit dem Projekt „MOPS“ ist FGB einmal mehr Vorreiter in der Maschinenbaubranche und setzt mit dem Vorhaben das erste Industrieprojekt in diesem speziellen Programm um.

 

Unterstützt und wissenschaftlich begleitet wird FGB bei diesem Projekt durch das Technologietransferzentrum (TTZ) Bad Neustadt, als Teil der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Gemeinsames Ziel der Projektpartner ist es, Fehler in Präzisionsbauteilen – zunächst Stahlzylinder für den Einsatz in der Automobil- und Wälzlagerindustrie – mit modernsten Methoden der selbstlernenden optischen Prüfung zuverlässig und schnell zu finden. Das zu entwickelnde System soll dabei basierend auf vorgegebenen Bildinformationen für Gut- und Schlechtteile durch intelligente Algorithmen selbständig lernen und entscheiden, welche Produkte innerhalb der Fertigungstoleranz liegen. Eine einfache Adaptierbarkeit des Systems wird im industriellen Großeinsatz ohne aufwändige und kostenintensive Weiterentwicklung möglich sein.

Im Projektverlauf steht zunächst die Erforschung bisher vorhandener Systeme zur Qualitätsmessung  und -auswertung sowie bestehender maschineller Lernalgorithmen an, bevor das eigene System schließlich entwickelt wird.

 

In dem zu bauenden Prüfstand (Demonstrator) wird das optische Verfahren zudem mit der Wirbelstromprüftechnik kombiniert, welches eine etablierte Methode zum Auffinden von Rissen und Fehlern an der Bauteiloberfläche darstellt. FGB ist ein führender Hersteller von Wirbelstromprüftechnik und schlüsselfertigen Maschinen, die dieses Verfahren zur automatisierten Bauteilanalyse einsetzen.

 

Im Rahmen des Vorhabens werden beide Methoden (optische und Wirbelstromprüfung) in einer Bedienoberfläche zusammengeführt, welches die integrierte, parallele Umsetzung zweier Prüfverfahren in einer Maschine ermöglicht. Der Demonstrator soll am Ende den Nachweis erbringen, dass Einstell- und Prüfzeiten in der metallverarbeitenden Industrie reduziert und gleichzeitig die Qualität der Produkte verbessert werden können.

 

Die neue Herausforderung, bei der sich FGB auf die jahrelange Erfahrung in der Wirbelstromprüftechnik stützt, bedeutet für das Unternehmen einen weiteren Kompetenzgewinn und einen bedeutenden Schritt in Richtung Zukunft, in der die intelligente, automatisierte Prüftechnik im Metallbereich eine immer größere Bedeutung gewinnen wird. Darüber hinaus entwickelt FGB komplexe Prüfstände und ist ein innovativer Anbieter von Direktantrieben sowie leistungsstarken Sondermaschinen. Das Unternehmen gehört mit seinen 170 Mitarbeitern zur steinbachgruppe und bietet Ingenieuren und Facharbeitern anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabenstellungen. Mehr Informationen unter: www.fgb-steinbach.de


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