Prüfstände und -komponenten

Hexapod Hex-25-85

FGB stellt Hexapoden nach individuellen Anforderungen her, die es dem Anwender ermöglichen, Bauteile und Baugruppen mit den in der Realität auftretenden multiaxialen Belastungen zu beanspruchen. Aufgrund dieser kundenspezifischen Ausführung entstehen Prüfstände, die optimal auf die jeweiligen Einsatzzwecke abgestimmt sind.

Hexapod Hex 25-85_1Hexapod Hex 25-85_2

Die neueste Maschine aus der Hexapod-Reihe von FGB ermöglicht nun erstmalig das Prüfen von Fahrwerkskomponenten unter realistischen Einsatzbedingungen mit wesentlich geringerem Aufwand als bisher. Mithilfe dieses hochdynamischen servohydraulischen Prüfstandes lassen sich so im Vergleich zu anderen Verfahren Prüfzeiten und -kosten reduzieren.

X: ± 55mm, Y: ± 55mm, Z: ± 85mm

± 18 °

± 25 kN

± 9 kN

± 9 kN

X: 2,5 kNm, Y: 2,5 kNm, Z: 1,3 kNm

max. 1,9 m/s

170 m/s²

0 Hz bis 70 Hz

350 ltr./min, - 280 bar.

Die Anforderungen an den Prüfstand sind enorm: Höchste Dynamik in Form einer bis zu 17-fachen Erdbeschleunigung sowie eine extreme Systemgenauigkeit und -steifigkeit stellen bekannte Herausforderungen dar, die es bei der Entwicklung von Hexapoden zu berücksichtigen gilt. Bei der Entwicklung und dem Bau solcher Prüfstände greift FGB auf ergänzendes Prüfstandsequipment aus dem eigenen Produktfolio zurück. So stammen beispielsweise Anschlusseinheit, Kugelgelenke und die fehlersichere Steuerung aus dem eigenen Haus.

Spezielle kardanische Fußgelenke versorgen vollhydrostatische Zylinder schlauchfrei mit Öl. Dadurch gelingt es, die Zylinder zum einen von den störenden Schlauchpulsationen und den Schlauchschleppkräften zu befreien, zum anderen werden die Zylinder selber am Pendeln um ihre Kolbenstangenachse gehindert. Auch gelingt es so, den Trägheitseinfluss der Zylindermasse gering zu halten, da sie durch die kompakte Zylinder-Gelenk-Bauart nahe an den Drehpunkt des Fußgelenks gebaut werden kann.

Der Hexapod kann sowohl kraft- als auch weggeregelt betrieben werden und erlaubt das stoßfreie Wechseln zwischen den Betriebsarten.

Die Prüfmaschine enthält eine hybride Kraft/Weg-Entkopplungsregelung, so dass der Anwender in jeder Raumrichtung eines frei definierbaren Prüfkörperkoordinatensystems Weg- oder Kraftvorgaben für die Prüfung definieren kann. Die Umsetzung auf die einzelnen Hydraulikzylinder geschieht in der Software intern, ohne dass der Anwender hierauf Einfluss zu nehmen braucht.

Die Funktions-Software MOSA-Control realisiert die iterative Nachfahrregelung, die nichtlineare iterative Nachfahrregelung sowie den Betrieb des Prüfstandes in der Regelungsart Pseudo-Force-Control. Alle Signale beziehen sich dabei jeweils auf das in der Basissoftware festgelegte Prüfkörperkoordinatensystem.




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